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das Rezensionssystem von Amazon

Das Rezensionssystem von Amazon

 

Das natürlich gewachsene Rezensionssystem ist es, was Amazon von anderen Onlinehändlern unterscheidet. Viele, wie z.B. Ebay, versuchen es zu kopieren und scheitern daran. Die Möglichkeit, als Kunde vor dem Kauf die Meinung anderer Kunden einzuholen ist ein unschlagbarer Wettbewerbsvorteil. Das hat Amazon groß gemacht und das hält Amazon groß.

 

Amazon selbst profitiert sehr von diesem System, aber was hat der Rezensent davon? Es ist wohl normales Sozialverhalten. Man profitiert von der Erfahrung anderer und will etwas zurückgeben. Manch einer schreibt vielleicht einfach gerne. Amazon selbst motiviert seine Schreiber durch ein Ranking-System und Buttons, die man sich an seine Rezensionen anheften kann. Sehr geschickt, kostet ja auch keinen Cent. Andere Kunden können Rezensionen und Rezensenten durch Klicks auf die Buttons „hilfreich“ oder „nicht hilfreich“ bewerten. Dazu später mehr.

 

Der Algorithmus, der das Ranking steuert ist eines der wohl bestgehüteten Geheimnisse unserer Zeit. Die pure Anzahl der Rezensionen ist ein Faktor, die Menge der „hilfreich-Klicks“, aber auch das Verhältnis von hilfreich- zu nicht-hilfreich-Klicks, das sich in einer Prozentzahl ausdrückt. Wahrscheinlich spielt auch die Aktualität der Rezensionen und der Klicks eine Rolle. Genau weiß man es natürlich nicht.

 

 

 

 

 

 

Produkttests

Bis Ende 2016 hatten Rezensenten auch durchaus wirtschaftliche Vorteile, wenn sie im Ranking weit oben standen. Firmen boten kostenlose Produkte an, in der Hoffnung dafür eine positive Bewertung zu bekommen. Je höher man sich im Ranking befand, um so hochwertiger wurden die angebotenen Produkte. Das motivierte natürlich sehr. Ernsthafte Angebote bekamen die TOP-1000.

 

Zu Anfang lief das alles in sehr geordneten Bahnen. Produkttest-Rezensionen mussten als solche gekennzeichnet werden und die meisten Händler und Hersteller waren auch bereit negative Bewertungen zu riskieren. Die Rezensionen selbst waren erstaunlich ehrlich und m.E. im Schnitt nicht besser bewertet, als Rezensionen zu gekauften Artikeln. Dass es von außen durchaus anders aussah sollte nicht weiter erstaunen, denn als Schreiber suchte ich mir die Testartikel sehr genau aus, denn kostenloser Schrott ist dennoch Schrott. Lediglich unter den Rezensenten begann ein Hauen und Stechen. Manch einer verpasste seinen „Konkurrenten“ massenhaft negativ-Klicks, um die eigenen Rezensionen nach oben zu treiben. Etliche arbeiteten dazu mit mehreren Accounts und gaben sich selbst, so ganz nebenbei, noch ein paar HK (hilfreich-Klicks) mit auf den Weg.

 

Das ganze System begann zu kippen als große, chinesische Händler nach Amazon drängten. Pro Woche hatte ich plötzlich 200-300 Produkttestanfragen in meinem Briefkasten. 95% davon war billiger Schrott. Die Chinesen agierten auch deutlich aggressiver, als europäische Händler. Es waren keine Anfragen, sondern klare Forderungen nach 5-Sterne-Bewertungen, mit Video und Fotos. Bei den Top-Rezensenten fiel so etwas nicht gerade auf fruchtbaren Boden. Man hatte es nicht nötig. Die Chinesen sprachen aber nahezu alle Rezensenten an und plötzlich fand man Amazon-Kunden, aus dem Ranking-Bereich jenseits der 1.000, die täglich ein Duzend 5-Sterne-Bewertungen zu schrecklichem Billigschund veröffentlichten. Das Bild vom Fließband drängte sich auf.

 

Mein persönliches Aha-Erlebnis war der Test einer Smartwatch. Das Teil war richtig gut und ich hatte mich sofort verliebt. Es ist einige Jahre her, aber bis heute kann ich sagen, dass ich noch keine in der Hand hatte, die schöner, besser, komfortabler und funktioneller war. Leider hatte die Sache einen Pferdefuß. Der Akku der Smartwatch hielt gerade einmal 4-6 Stunden und damit war sie, trotz aller Funktionalität, absolut unbrauchbar. Folgerichtig bekam sie von mir genau einen Stern. Zu meinem größten Erstaunen war ich der einzige, der negativ bewertete. Zum ersten Mal schaute ich mir andere Rezensenten genauer an und was ich fand, war eine Horde willenloser Jubelperser die alles, was nichts kostete, in den höchsten Tönen lobte. Langsam konnte ich verstehen, warum der Ruf der von Produkttestern immer schlechter wurde.

 

Warum tun die Händler das eigentlich? Ich selbst bin nicht nur Käufer, sondern auch Verkäufer und kenne beide Seiten. Das Wohl und Wehe meines Produktes hängt von den Rezensionen ab, denn danach wird bei den Suchergebnissen sortiert. Stelle ich ein Produkt neu ein, kann es auf Seite 28 verkümmern. Niemand findet es, niemand kauft es und natürlich gibt es dann auch keine Rezensionen. Ich muss also etwas tun. Das Rezensionssystem von Amazon zwingt Hersteller und Händler geradezu, aktiv zu werden. Produkttests sind die naheliegende Lösung.

 

Ich kann mir das leider nicht leisten, denn ich bin ein ganz kleiner Händler. Ich bewerbe meine Artikel in sozialen Netzwerken, mit Direktlink zum Produkt und wenn erst einmal 2-3 Rezensionen eingegangen sind, kann man den Dingen ihren Lauf lassen.

 

Das Ende der Produkttests

Ende 2016 machte Amazon, mit viel Medientamtam, einen Schnitt und beendete faktisch das System der Produkttests in mehreren Schritten. Die Regeln und Rezensionsrichtlinien wurden so geändert, dass es fast keinen legalen Weg mehr gab, einen Test durchzuführen. Interessanterweise wurde als erstes gefordert, dass Produkttests nicht mehr als solche gekennzeichnet sein dürfen, was vorher Pflicht war. Der einzige Effekt dieser Maßnahme war natürlich, dass Kunden nicht mehr unterscheiden konnten.

 

Interessant an dieser ganzen Sache war, dass die bestehenden Richtlinien ausgereicht hätten, unseriöse Rezensionen zu unterbinden. Passiert ist allerdings nie etwas. Nicht einmal dann, wenn man Amazon mit der Nase in den Missbrauch tunkte.

 

Tja, Ende mit Produkttests, aber es ist die Spielwiese von Amazon und der Hausherr macht die Regeln. In der Folge wurden Produkttestrezensionen massiv gelöscht, was in Ordnung ist. Seltsamerweise stehen bei mir heute noch einige duzend Tests in der Liste, die Amazon nicht findet, obwohl sie deutlich gekennzeichnet sind.

 

Der wirtschaftliche Anreiz ist also weggefallen, es sei denn man ist Produkttester bei Amazone-Vine, dem hauseigenen Testerprogramm. Wie man dort reinkommt ist das zweite ungelöste Rätsel. Ich bin nicht drin, wurde auch nie eingeladen und bin auch nicht böse drum, denn dort finden sich einige der „Kollegen“, die sich früher als Jubelperser und „Konkurrentenabklicker“ hervorgetan haben, also genau diejenigen, die schon vor 2016 gegen alle Richtlinen verstießen. Natürlich sind auch absolut seriöse Rezensenten bei Vine zu finden.

 

Die Folgen

Konnte man als Kunde bis 2016 Testrezensionen noch genau identifizieren, hat man diese Möglichkeit heute nicht mehr und Produkttests gibt es weiterhin. Nach, wie vor ist mein Postfach voll. Geändert hat sich die Art und Weise, wie solche Tests ablaufen. Folgendes bieten die Händler an: Man kauft das Produkt auf normalem Weg und schreibt eine 5-Sterne-Rezension. Der Händler prüft diese Rezension und wenn er zufrieden ist, erstattet er den Kaufpreis per PayPal zurück, oft mit einer zusätzlichen Provision. Diese Vorgehensweise wird sehr unverblümt angeboten. Lässt man sich darauf ein, wird man vom Händler quasi in Haft genommen, denn nur bei 5 Sternen ist das Produkt kostenlos. Ansonsten hat man zu Hause etwas, was man nicht braucht und das einfach nur Geld kostete. Die Freiheit, ein Produkt auch mal schlecht zu bewerten ist dahin.

 

Was hat die Beendigung der Produkttests und die Änderung der Richtlinien gebracht? Rein gar nichts! Ehrliche Produkttests gibt es nicht mehr, dafür aber eine unüberschaubare Menge gekaufter Rezensionen, die der Käufer nicht sofort einordnen kann. Fakt ist, dass man den Rezensionen bei Amazon weniger vertrauen kann, denn je. Was tut Amazon? Sehr wenig! Es werden, auf Verdacht, Abmahnungen an Rezensenten geschrieben. Das geht offenbar eher nach dem Prinzip „Gießkanne“. Ich selbst neige dazu, mich an Regeln zu halten und habe dennoch eine solche Abmahnung bekommen. Diesem Schreiben war lediglich zu entnehmen, dass ich gegen die Richtlinien verstoßen hätte und bei weiteren Zuwiderhandlungen keine Rezensionen mehr schreiben könne oder sogar mein Zugang gesperrt werden würde. Starker Tobak! Natürlich frage ich sofort zurück, wann und womit ich mich strafbar gemacht hätte. Als Antwort bekam ich die Abmahnung noch einmal, mit dem Zusatz, dass weitere Mails nicht mehr beantwortet würden. Na denn. So kann man seine Top-Rezensenten auch umschmeicheln. Was ich falsch gemacht habe, weiß ich bis heute nicht.

 

Warum habe ich weiter geschrieben?

Ganz ehrlich…keine Ahnung. Weil es mir Spaß machte? Weil ich es immer noch für sinnvoll hielt? Weil ich den Ehrgeiz hatte, einmal in den Top-Ten zu sein! Mein bester Platz war bisher mehrfach die 11.

 

Warum werde ich nun, bis auf weiteres, nicht mehr schreiben?

Dafür gibt es eine Menge Gründe. Der wichtigste ist, dass Amazon seine Rezensenten nicht wertschätzt und respektiert. Sie leben von uns und sind durch uns groß geworden. Den Profit hat aber nur Amazon. Gute Rezensenten sind offenbar, so glaubt Amazon, ein schnell nachwachsender Rohstoff. Ich selbst denke, dass das eine gefährliche Fehleinschätzung ist.

 

 

 

Die Newcomer

Im August 2018 fiel mir auf, dass es keine nicht-hilfreich-Klicks mehr gibt. Ich war wirklich begeistert, dass dieser unsägliche Button nun endlich weg war. Dummerweise hat Amazon es aber versäumt, die NHK aus der Berechnung des Rezensentenrankings zu entfernen. Nun schlug die Stunde der Newcomer, die das System gekonnt aushebelten. Diese klugen Menschen schrieben innerhalb von fünf Monaten 200-500 Rezensionen, natürlich bei 97-100% hilfreich-Klicks und eroberten damit die Top-20. Erfahrene Rezensenten wissen, dass 96% wirklich das höchste der Gefühle sind. Die Rezensionen selbst werden wohlweislich unterdrückt, also nicht in den Profilen angezeigt. Einer hat seine Bewertungen noch veröffentlich und das Muster ist nicht zu übersehen. Seine Rezensionen sind oft aus Kinoportalen und Buchbesprechungen abgeschrieben und alle älteren Rezensionen haben mindesten 3 HK. Niemand hat HK zu allen Rezensionen! Offenbar wurde hier auf Masse gemacht und vielleicht durch fingierte HK gepusht.

 

Ich selbst bin nun seit 19 Jahren dabei und habe mich kontinuierlich hochgearbeitet. Jetzt zu sehen, dass Newbies innerhalb weniger Monate, mit schmutzigen Tricks, die Charts stürmen und die alten Rezensenten verdrängen, ja das tut weh.

 

Manipulation des Rankings durch Amazon?

Ich erwähne bereits, dass ich den Ehrgeiz hatte, die Top-Ten zu erreichen und immerhin schon auf Platz 11 war. Hochinteressant, jedes Mal, wenn ich die Plätze 11 oder 12 erreiche, verschwinden über Nacht Rezensionen. Beim letzten Mal hatte ich aufgepasst. 55 Rezensionen, mit weit über 800 Klicks waren plötzlich weg und ich finde mich auf Platz 18 wieder. Dabei handelt es sich nicht um alte Produkttests, wie man meinen könnte, sondern um ganz normale Berichte zu regulär gekauften Artikeln.

Auch das tut richtig weh. Handelt es sich hier um eine absichtliche Manipulation seitens Amazon? Ich weiß es nicht. Die EDV-Abteilung eines solchen Riesen sollte aber in der Lage sein solche Ausrutscher zu verhindern oder wenigstens nachträglich zu korrigieren. Amazon selbst reagiert dazu auf keine Anfrage.

 

Die Sortierung der hilfreichsten Rezensionen

Wir alle kennen es. Zu jedem Produkt steht die Rezension ganz oben, die am hilfreichsten bewertet wurde. Weit gefehlt, denn das war einmal. Bei sehr vielen Produkten steht die hilfreichste Rezension irgendwo, aber nicht vorne und die Fälle häufen sich.

 

Ein Beispiel:

https://www.amazon.de/Laphroaig-Quarter-Cask-Islay-Single-Malt-Scotch-Whisky/dp/B001GLG8SA/ref=sr_1_1_sspa?ie=UTF8&qid=1551691124&sr=8-1-spons&keywords=quarter+cask&psc=1

 

Die Top-Rezension wurde von 24 Personen als hilfreich bewertet. Die tatsächliche Top-Rezension, mit 54 HK findet man auf einer der letzten, von über 20 Seiten. Die hilfreichste Rezension zu diesem Produkt wird also vom Kunden niemals gesehen und wird auch keine weiteren HK erhalten. Schade, für den, der sich die Mühe gemacht hat und das ist leider kein Einzelfall.

 

Ein weiteres, noch krasseres Beispiel findet sich hier:

https://www.amazon.de/Massageball-Blackroll-Orange-TwinBALL-orange-Nackenschmerzen/dp/B00P2AXGMC?ref=pf_ov_at_pdctrvw_dp

Angezeigt wird eine Rezension mit 12 HK. Die tatsächliche Top-Rezension hat 217 HK.

 

 

Produkte lassen sich nicht bewerten

Ich habe eine ganze Reihe von gekauften Produkten auf meiner Liste, von denen Amazon möchte, dass ich sie bewerte. Das tat ich auch. Die Rezensionen wurden veröffentlicht, verschwanden aber nach wenigen Tagen wieder. Ich bewertete wieder, die Rezensionen verschwanden wieder. Irgendwann hat man dann doch keine Lust mehr.

 

Ich versuchte eine Hose zu bewerten, die ich für meine Tochter kaufte. Sinngemäß schrieb ich „Die Hose ist robust, lässt sich gut waschen und sieht auch noch gut aus.“. Diese Rezension wurde abgelehnt, weil sie gegen die Richtlinien verstoßen würde. Ich schrieb neu, formulierte um, sie wurde wieder abgelehnt. Das Spiel wiederholte sich 5 Mal.

 

Mein Fazit

Manches sieht aus, als würde Amazon bewusst in das Rezensionssystem eingreifen. Fasse ich allerdings alles zusammen denke ich, dass man so völlig vom Weg abgekommen ist, dass niemand mehr einen Überblick über das hat, was alles schief läuft. Never change a running system! Amazon ist gerade dabei, seinen größten Aktivposten in tausend Scherben zu zerschlagen.

 

 

07.03.2019

Und das Staunen geht weiter. Wieder fällt mir auf, dass eine Rezension, aus 2016, verschwunden ist. Diese hatte rund 300 hilfreich-Klicks. Damit nähern wir und der 1.200er Marke bei den verschwundenen HK..

Ich wollte es wissen und habe die Rezension noch einmal geschrieben. Es kam...

Ja, das hätte ich auch gedacht. Allerdings ist meine Rezension eben nicht vorhanden und auch die vielen, schönen HK sind ins Nirvana geschossen.

 

In den Top-100 gibt es Rezensenten, die weniger Klicks haben, als mir durch diesen Quatsch schon flöten gegangen sind.

08.03.2019

Offenbar wurde durch meinen Versuch, die Rezension neu zu schreiben etwas angestoßen. Heute ist sie wieder da, allerdings mit dem Datum von gestern, obwohl sie in 2016 eingestellt wurde.

Übrigens inklusive aller 305 HK und der Kommentare anderer Nutzer. Nun bin ich wirklich gespannt, ob das irgendeine Auswirkung auf meinen Listenplatz hat. 305 sind immerhin kein Pappenstiel.

 

Die Sortierung ist wieder einmal für den Fuß. Die angezeigte Top-Rezension hat ganze 17 HK.

23.04.2019

Irgendetwas ist mal wieder im Ranking passiert. Manche Top-Rezensenten sind komplett verschwunden, andere dürfen offenbar keine Rezensionen mehr veröffentlichen, dafür sind wieder völlig neue Personen in die Top-Ten katapultiert worden. Neu ist, dass die Veröffentlichung von Rezensionen nun einige Tage, manchmal 1 Woche dauert.

06.06.2019

Hurra, ich bin (wieder einmal) auf Platz 11 gelandet und rechne fest damit, dass Rezensionen verschwinden werden. Das ist ein alter Hut. Merkwürdig ist derzeit, dass keine, wirklich keine Hilfreich-Klicks dazu kommen. Im Normalfall sind es 5 - 10 pro Tag.

11.06.2019

Ich bin begeisterter Angler, kaufe für mein Hobby viel Zubehör bei Amazon und rezensiere das natürlich auch. Gerade wurden 2 meiner Bewertungen abgelehnt, wie immer ohne Begründung. Erst einmal völlig unverständlich, aber dann hatte ich einen Verdacht.

Die eine Rezension bezog sich auf eine Angelrute oder kurz "Rute". Diese böse Vokabel taucht natürlich mehrfach auf, auch in der zweiten Bewertung. Ich änderte also auf "Angelrute", "Spinrute" und "Gerät". Siehe da, beides wurde anstandslos veröffentlicht.

Offenbar nutzt Amazon einen Algorithmus, der böse Worte rausfiltert und der das Wort "Rute" mit dem primären, männlichen Sexualorgan gleichsetzt. Als Angler das Wort Rute vermeiden zu müssen ist ein hartes Geschäft.

21.06.2019

Tatsächlich, es kommen keine Hilfreich-Klicks, als hätte jemand einen Wasserhahn zugedreht, aber es wird noch besser. seit gestern sieht die Profilseite so aus

Immerhin bin ich immer noch auf Platz 11 und es sind keine Rezensionen verschwunden.

 

Warum allerdings von jetzt auf gleich keine HK mehr kommen, der Frage bin ich nachgegangen und habe den Grund nun gefunden. Alle, wirklich alle meine Rezensionen sind beim jeweiligen Produkt auf den letzten Platz der "hilfreichen Rezensionen" gesetzt worden. Dabei haben rund die Hälfte meiner Bewertungen die meisten HK. Gerade habe ich eine vor mir, die ca 1.300 Käufer positiv gewertet haben. Die angeblich hilfreichste Rezension kommt gerade einmal auf 21 Klicks. Tja, so kann niemand von meinen Bewertungen profitieren, denn keiner sieht sie.

 

Was passiert hier? An ein Versehen oder schlechte Programmierung kann ich nur noch schwerlich glauben. Tatsächlich denke ich, dass Amazon hier bewusst manipuliert. Über das Warum kann ich nur spekulieren. Kann es etwa eine kleinliche Rache für diesen Blog Eintrag sein? Ach ja, ich bin ja wieder auf Platz 11 gelandet und irgend etwas musste wohl wieder passieren.

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Kommentare: 31
  • #1

    ZoneShopper (Mittwoch, 10 April 2019 09:35)

    Schöner Beitrag, kann alledem nur zustimmen und könnte Romane dazu schreiben.

    Der größte Schwachsinn ist wirklich, das nichts, aber auch GAR NICHTS gegen die "hilfreich-Klick-Flut" passiert. Da ist eine "Familie aus B." in den Top10 die noch vor Monaten sonst wo war und bei ALLEN Rezenssionen immer 6 hilfreiche Stimmen hat. Dazu zählen zich Copy & Paste-Rezenssionen zu Serienstaffeln etc.

    Um auf den Punkt zu kommen...Für Amazon wäre es doch ein leichtes zu überprüfen und zu sehen, dass diese ganzen hilfreich-Stimmen von immer den gleichen Leuten kommen. Aber passiert was? ...nein
    In dem Fall wünscht man sich die "nicht hilfreich"-Funktion zurück, obwohl es natürlich ein guter Schritt in die richtige Richtung war. Wie du aber schon geschrieben hast, nicht zu Ende gedacht wurde und im Hintergrund bei alten Rezenssionen aktiv berechnet wird.

    Ich hab mich zurückgezogen, denn das macht NULL Spass.

    Wünsche dir alles Gute und viel Erfolg weiter!

  • #2

    Reziwatch (Mittwoch, 10 April 2019 10:23)

    Die Neuuser Sneer und Friesenjung haben es sogar geschafft, die ewige Topplatzierte Apicula, mit 86.000 Hilfreich-Klicks, innerhalb von 4-5 Monaten zu verdrängen. Wie sie das gemacht haben, weiß man nicht. Die Rezensionen sind verdeckt. "Against All Odds", der aktuell auf Platz 6 ist, hat seine Bewertungen noch öffentlich. Da kann man es schön nachvollziehen. Er hat einige Duzend Filmrezensionen von filmstarts.de abkopiert. Von dortigen Usern, aber auch aus der Redaktion. Genau genommen ist das eine Straftat. geht man bei ihm zeitlich etwas zurück, findet man auch hier nur Rezis, mit mindestens 3 Klicks. Interessant finde ich, dass es sich oft um Rezensionen handelt, die so wenig aussagen, dass man sich wirklich wundern muss.

    Bei genauem Hinsehen, könnte man den Verdacht bekommen, dass es sich um Fakes handelt. Vielleicht Firmen, die alles geben, um einen Account hoch zu platzieren, der dann irgendwann die eigenen Produkte pusht.

  • #3

    Hawk (Samstag, 22 Juni 2019 01:07)

    Schön beschrieben und das meiste kann ich betätigen. Anderes war neu für mich. Die sache mit der Sortierung der hilfreichsten rezensionen ist ein dicken ding. Worauf kann ich mich als Kunde denn noch verlassen. Amazon verarscht und doch alle total.

  • #4

    monalisa (Sonntag, 23 Juni 2019 00:24)

    Dass die Sortierung der Rezensionen nicht mehr stimmt, habe ich schon vor Monaten festgestellt.Irgendwelche Durchschnittskommentare werden als Spitzenrezension oder hilfreichste, negative Rezension dargestellt. Die von den Kunden am besten bewertet wurden, findet man nicht. Ich finde dieses Bewertungssystem eigentlich auch richtig gut, aber man kann sich immer weniger darauf verlassen. Bei manchen Produkten sind ausschließlich Fakebewertungen. Das sieht man auf den ersten Blick.

  • #5

    Manuel (Donnerstag, 04 Juli 2019 10:47)

    Also ich habe auf seite 2 herzlich gelacht, wobei ich mir vorstellen kann, dass es dir anders geht. Es ist wohl wie bei den meisten zu großen firmen. Die armen schweine im Callcenter oder service sind schlecht ausgebildet und haben keine Kompetenzen. Was sollen die schon tun? Ich drücke die Daumen, dass es in deinem Sinne weitergeht.

    PS: Bleib bitte dran. Die Geschichte hat Unterhaltungswert.

  • #6

    Darek S (Dienstag, 10 September 2019 12:01)

    Hallo, ich bin aktuell auch dabei, jedes Produkt welches ich kaufe Recht umfangreich zu bewerten, und jetzt habe ich festgestellt, dass eine Rezension von mir, welche ebenfalls eine Top Rezension sein sollte, auf einem hinteren Platz gelandet ist.

    Ich habe gedacht, dass es bei mir vielleicht an dem Zeitraum lag, an dem ich bewertet habe. Das Produkt hab ich nämlich sofort bewertet, nachdem ich es erhalten habe. Für Amazon sieht es natürlich so aus, als ob ich es ja nicht wirklich getestet habe, aber ich hatte die Chinesische Version in Gebrauch und als die EU Version erschienen ist, habe ich es bei Amazon bestellt und sofort Bewertet.

    Bewertungen ohne Verifzierung und welche ohne Inhalt lediglich ein "Gerät ist OK" waren nun vor mir. Seitens Amazon gibt's wie du bereits erwähnt hast keine wirkliche hilfe, nur die üblichen Floskeln die sie allen senden.

    Zu den Leuten die überall einige Bewertungen haben, kann ich nur sagen, dass sie vielleicht ihre Reviews auf Facebook teilen. Das hilft ungemein. Der engere Freundeskreis und die Familie Bewerten als nützlich egal was es für einen Inhalt hat.

    Naja Mal sehen wie es da weitergeht :-)

  • #7

    Firefly (Mittwoch, 11 September 2019 18:28)

    Gemäß der Rezensionsrichtlinien von Amazon, spielt der Zeitpunkt durchaus eine Rolle. Ein Produkt darf nicht vor der Lieferung bewertet werden. In dem Fall wird die Rezension aber gar nicht erst freigeschaltet. Das ist derzeit auch ein Problem, weil manche Artikel noch Wochen nach der tatsächlichen Lieferung als "noch nicht geliefert" gemarkert sind.
    Die Sortierung ist derzeit einfach ein unglaublichen Chaos.

  • #8

    ZoneShopper (Freitag, 20 September 2019 14:34)

    Im Moment räumt Amazon wohl wieder mal auf o_O
    Es verschwinden seit ein paar Tagen vereinzelt hilfreiche Stimmen, aber keine Rezensionen.
    Ich hoffe nur, dass es aber auch in nächster Zeit die richtigen trifft, wo eben viele Rezensionen immer von den gleichen Leuten, wie Familie etc., als hilfreich markiert worden.
    Außerdem ist gerade sehr auffällig, dass es viele neue Vine-Tester gibt, die grad mal 100 Rezensionen oder weniger haben, wenige hilfreiche Stimmen und auch die Qualität der Rezensionen nicht gerade das ist, was man von einem Vine-Tester erwartet. Teilweise echt erschreckend, was sich da nun alles Vine-Tester nennt, wenn man bedenkt, wie hochklassig Amazon das bewirbt. Vor allem wer sich auskennt sieht, dass viele dieser neuen Vine-Tester zuvor nur die typischen Chinaprodukte bewertet haben = gekaufte Bewertungen. Und solche User sind nun im "ehrlichen" Vine-Programm?!
    Das ganze Bewertungsystem verliert damit immer mehr an Bedeutung bzw. an Glaubwürdigkeit.

  • #9

    Firefly (Freitag, 20 September 2019 17:04)

    Ich bin voll und ganz bei Dir! Ich habe Amazon schon wegen der verschwundenen HK angeschrieben und bin sehr auf die Antwort gespannt. Bei mir sind es derzeit rund 60, die verschwunden sind. Dass Klicks von Freunden oder Familie gelöscht werden, halte ich für eher unwahrscheinlich. Woran will Amazon das festmachen? Zumal Sie die Follower-Möglichkeit eingerichtet haben, bei der es sicher verstärkt zu Klicks, der immer gleichen Personen kommt.
    Vine ist wirklich seltsam. Ich habe einen Vine-Teilnehmer kennengelernt, der auch nicht wusste, warum er eingeladen wurde. Er hatte echt keine Ahnung. Es sind tatsächlich ganz oft die alten Jubelperser, die jedes China-Produkt, auch wenn es der größte Schrott war, in den Himmel gelobt haben. Vielleicht kommt die Einladung ja genau deswegen? ;-)

  • #10

    ZoneShopper (Freitag, 20 September 2019 23:47)

    Das stimmt natürlich, gerade die Follower, die ja die geschriebenen Rezensionen als hilfreich markieren, weil sie einen Rezensenten und seine Art mögen, kann man ja nun nicht über einen Kamm scheren.
    Wie du schon sagst, man fragt sich wirklich, nach welchem System die nun die hilfreichen Stimmen löschen o_O
    Könnte natürlich sein, dass die da einiges rausfiltern können, wo die Rezension direkt als Link aufgerufen wurde und dann als hilfreich markiert wurde. Auf die Art haben viele Händler die guten Rezensionen nach oben geschoben. Wie gesagt, vielleicht kann Amazon das rausfiltern und löscht solche "direkten" Stimmen.
    Bei mir hält es sich noch in Grenzen mit ca. 20, aber wenn das natürlich die Tage so weitergeht, sieht dass dann auch anders aus.
    Bin aber gespannt, was dir Amazon antwortet.
    Danke auch für die Bestätigung was Vine angeht. Ich dachte schon, ich bilde mir das ein.
    Wenn man überlegt, wie viele wirklich gute Rezensenten auf so eine Einladung "warten"... naja, einfach nur peinlich was Amazon da macht.

  • #11

    Firefly (Sonntag, 22 September 2019 23:41)

    Die Antwort von Amazon ist eingedrudelt und steht auf Seite 2. Aktuell habe ich den Eindruck, dass die Aktion abgeschlossen ist. Bei mir fehlen 50-60 HK und das sind Peanuts. Andere aus den Top 20 haben z.T. mehrere hundert HK verloren.
    Firmen, die von ihren eigenen Accounts aus bewertet haben. User, die nur für eine Firma rezensieren und HK verteilen. Ich denke, dass es sich in dem Bereich bewegt.

    Die Vine Rezensionen wurden schon von mehreren Verbraucherschutzorganisationen untersucht. Eigentlich immer mit dem Ergebnis, dass sie überdurchschnittlich gut ausfallen.

  • #12

    Edward Nygma (Freitag, 27 September 2019 19:03)

    Tja, das ständige Rumgewurschtel irritiert schon sehr.
    Ich bin innerhalb kürzester Zeit von Rang 516 aus den Top 1000 geflogen. Einerseits verständlich, da nach vielen Änderungen im System weitaus weniger aktiv gewesen, andererseits aber mit genau derselben Erfahrung verknüpft, wie oben beschrieben:
    Auf einmal, wie von zauberhand, sind die HKs weggefallen. Ich schreibe v.a. zu englischsprachigen Comics, das ist eine Nische, wo sich ohnehin nur wenige verirren, aber das über Wochen niemand eine Rezension anklickt, ist doch sehr, sehr ungewöhnlich. Zumal hier nicht der Fall vorliegt, dass diese "so richtig" ans Ende verbannt werden, denn meist gibt es nur ein, zwei vllt. drei Rezensionen zu den Comics. Keine Ahnung, wie sowas kommt.

    Den richtigen Spaß an der Sache habe ich aber ohnehin schon seit langem verloren, als Amazon - ohne Grund, wie ich finde - die Möglichkeit abgeschafft hat, neue Kommentare zu den Rezensionen anzeigen zu lassen. Ich habe das wirklich gerne zum Austausch mit gleichgesinnten genutzt, aber das geht natürlich nicht mehr, wenn man gar nicht weiß wo/ob etwas kommentiert wurde...

    Naja, mir ist's mittlerweile auch fast egal. Manchmal schreibe ich noch was aus Gewohnheit, aber die Spaß ist weg...

  • #13

    J.R. (Dienstag, 15 Oktober 2019 15:50)

    Nichts für ungut, ich habe ehrlich gesagt sehr das Gefühl, dass du unheimlich gerne in den Vine-Club möchtest, was ja auch verständlich ist und der Frust darüber, nach so viel Arbeit dann doch immer weiter abzusteigen ist natürlich enorm. Ein wenig mehr Transparenz wäre tatsächlich wünschenswert aber es ist nun mal wie es ist und ich finde es gar nicht so verkehrt wie das ganze System aufgebaut ist. Amazon arbeitet daran und es wird ständig weiter verbessert.

  • #14

    Firefly (Dienstag, 15 Oktober 2019 17:32)

    @J.R.
    Vor einigen Jahren wäre Vine vielleicht interessant gewesen. Heute? Nein! Ich habe genug kostenlose Produkte getestet und dafür keinen Nerv mehr. Ok, einen 3m Plasma Fernseher würde ich schon nehmen. � Beim Frust stimme ich voll und ganz zu. Das System wird verbessert? Mitnichten! Seit drei Jahren wird es immer übler und mal ehrlich, ein Konzern, wie Amazon sollte im Bruchteil dieser Zeit klarkommem.

  • #15

    J.R. (Mittwoch, 16 Oktober 2019 08:47)

    Firefly: Es wäre einfach toll, und da stimme ich dir zu, wenn das ganze für die Nutzer an sich ein wenig transparenter gehalten werden würde. Andererseits würde dies natürlich wieder gewisse Lücken zum tricksen offenbaren und viele Leute würden dann vermutlich genau diese ausfüllen um schnell nach oben zu kommen. Ich selber würde mich sehr über den Vine Club freuen, vielleicht klappt das ja auch irgendwann. Wer weiß. Was erstaunlich ist: die kostenlosen Produkte bzw. die ständigen Anfragen von diesen zum Teil sehr fragwürdigen chinesischen Händlern nehmen kein Ende. Ich frage mich auch vorher die überhaupt meine E-Mail-Adresse haben. Ich werde ständig, fast täglich mit irgendwelchen Anfragen bombardiert und habe nirgendwo meine E-Mail-Adresse frei angegeben.

  • #16

    Firefly (Mittwoch, 16 Oktober 2019 09:44)

    Die Lücken zum tricksen waren m.E. nie so groß, wie jetzt. Der reguläre Kauf mit Rückzahlung über PayPal macht es sowohl Amazon, als auch den Kunden absolut unmöglich festzustellen, ob es ein Produkttest ist, zumal die Tester quasi gezwungen sind 5 Sterne zu geben, weil es sonst kein Geld gibt.
    Bis 2016 hatte ich pro Woche durchaus 200 - 300 Produkttestanfragen. Derzeit sind es immer noch 20 - 50. Ich habe das eine Zeit lang recht intensiv gemacht. Das ging so weit, dass Händler mir ungefragt Produkte zugesendet haben. An manchen Tagen standen 5 Pakete vor der Tür. Nach einer Weile war es echt die Hölle.
    Nebenbei, seit ich diese Website habe, kommen regelmäßig Angebote von Firmen und Agenturen aus ganz Europa, zu Produkttests. Influenzer-Marketing ist derzeit sehr gefragt. Aktuell lehne ich dankend ab.

  • #17

    J.R. (Mittwoch, 16 Oktober 2019 10:39)

    Ah, da werde ich mir nicht ganz so sicher. Ich denke wenn man ein Produkt direkt über einen Link aufruft, welches zudem noch von irgendwelchen japanischen oder chinesischen Händlern ist, diese dann ohne zu zögern kauft ohne sich Konkurrenzprodukte anzuschauen, nun ich glaube das ist der gewisse Algorithmus in den man dann Feld. Macht man dies nun zwei oder dreimal direkt hintereinander und geht durch einen Link auf ein Produkt und kauft direkt, ist das glaube ich schon etwas was Amazon nachvollziehen kann. Wer das mit den Influenzern ist auch wahr. Ich finde dagegen spricht auch rein gar nichts. Man bekommt ein Produkt umsonst und soll dieses eben bewerten. Manche sind jedoch so dreist dass sie direkt in Ihrer Anfrage die Anforderungen nach einer Fünf Sterne Bewertung stellen sonst gibt es wohl kein Geld zurück für das besagte Produkt, es ist verrückt

  • #18

    Amazon-ist-nicht-böse-zu-Dir (Samstag, 02 November 2019 14:25)

    Ich bin ebenfalls in den Top100 bei Amazon und ich glaube nicht, dass Amazon eine Kampagne gegen dich fährt. Ich glaube viel mehr, dass Amazon sich gar nicht für die einzelnen Accounts interessiert, solange alles mit rechten Dingen zu geht.

    Aus der Informatik kann ich dir sagen, dass häufiger mal Sachen ausprobiert werden und dann sind diverse Dinge eben einfach nicht direkt nachvollziehbar. Allerdings wollen die Konzerne auch nicht konkrete Antworten geben und antworten mit Standardbausteinen, weil sie diverse Dinge als zu wertvoll für die Öffentlichkeit einordnen. Google wird seinen Algorithmus für die Suche auch nicht preisgeben und der ändert sich ebenfalls häufiger. Ganz genau könnte Amazon dir auch gar keine Antwort geben, weil viel im Hintergrund auch mit künstlicher Intelligenz passiert.

    Eine Sache die garantiert bei Amazon mittlerweile gemacht wird, dass eben nicht immer die Bewertung mit den meisten Klicks oben steht. Warum sollte jemand auch noch eine zwanzigste Bewertung abgeben, wenn die ersten auf der Startseite in Stein gemeißelt sind? Es wird also viel mehr rotiert und das ist eine gute Geschichte! Wenn aber die Rezension 184 von 1000 Kunden gelesen wurde am Anfang und keine Hilfreich-Bewertung bekommen hat, verschwindet sie immer mehr. Wie genau Amazon das macht weiß ich natürlich auch nicht. Früher musste man möglichst früh seine Bewertung abgeben und hoffen vorne zu bleiben. Dadurch hast du scheinbar ja auch profitierst.

    Letztendlich solltest du bedenken, dass du sehr lange Zeit in den Top20 bist und das Hunderte mit deinem Aufwand probieren. So schlecht kann es Amazon mit dir nicht meinen...

  • #19

    Amazon-ist-nicht-böse-zu-Dir#2 (Samstag, 02 November 2019 14:45)

    Du sagst ja selbst, dass du viele Produkttests gemacht hast. Auch über einen normalen Kauf und Paypal-Rückzahlung kann man es relativ gut nachverfolgen. Es gibt einfach sehr viele Indizien (Link - Klick - Kauf) und dann in kurzen Abständen viele Bewertungen im Verhältnis zu den Leuten, die sich das Produkt angeschaut haben. Auch ein Quervergleich mit anderen Accounts kann gemacht werden. Gleiche Produkte gekauft? Im Vergleich zu anderen Produkten wirkt das sehr konstruiert und unnatürlich. Das ist wie mit dem gekauften Linkaufbau bei Suchmaschinen.

    Hast du eigentlich dazu geschrieben, dass es sich um ein kostenloses Produkt handelt? Ich habe gehört, dass gerade ehemalige Produkttester von anderen Seiten aus dem Amazon-Vine-Beuteschema herausfallen.

    Amazon-Vine-User bewerten im Schnitt 0,2 Sterne besser als normale Kunden und fremde Produkttests werten um über 0,7 Sterne besser. Bei den Vine-Kunden könnte es aber auch daher kommen, dass normale Kunden häufiger bewerten, wenn sie nicht zufrieden sind. Vine-Kunden bewerten ja immer das Produkt.

    Ich bin übrigens auch Vine-Mitglied und finde das System gut, wenn auch nicht perfekt. Insgesamt wurde ich mit knapp 80 Rezensionen eingeladen und bekomme jeden Monat 3-4 größere Produkte mit über 300€ angeboten. Dazu viele kleinere Dinge im Bereich von 10 - 100€.

  • #20

    Firefly (Samstag, 02 November 2019 17:37)

    @Amazon-ist-nicht-böse-zu-Dir
    Im Großen und Ganzen muss ich sagen "Bitte den Blog-Artikel genau lesen"...nicht nur oberflächlich überfliegen.Auf das Ein oder Andere will ich kurz eingehen.
    Ich glaube tatsächlich nicht, dass Amazon genau mir etwas böses will und etwas Ironie gestatte ich mir in meinem Blog durchaus. Dennoch hat es einige Male genau mich getroffen und sonst keinen. Fakt!
    Ja, alte Rezensionen sollten nach hinten wandern. Wieder richtig lesen. Es traf alle Rezensionen, auch die neuesten, mit den meisten HK.
    Ja, Amazon hätte theoretisch die Möglichkeit "illegale" Tests aufzuspüren, alleine fehlt dafür die Personaldecke und die Motivation. Nicht umsonst gibt man den Kunden die Möglichkeit Detektiv zu spielen und böse Rezensionen und Profile zu melden. Aus berufener Quelle weiß ich, dass Amazon nicht einmal dann reagiert, wenn durch Rezensionen Urheberrechte Dritter verletzt werden z.B. durch den Klau von Texten anderer Seiten und Autoren.

  • #21

    NeueInfos (Donnerstag, 21 November 2019 10:43)

    Amazon ordnet diverse Käufe für die Rezensionen automatisch in Kategorien ein. Die unterschiedlichen Kategorien zählen anders zum Rang und werden auch anders eingeordnet. Eine Vine-Rezension rutscht z.B. auch mit vielen Bewertungen schnell hinter "richtige" Rezensionen mit deutlich weniger "hilfreich-Klicks". Das passiert auch bei wahrscheinlich gefakten Bewertungen.

    Grob gesagt:
    1) Rezensionen wirkliche Käufe
    2) Vine
    3) Käufe die wahrscheinlich kostenlose Produkte waren, das macht ein Algorithmus automatisch. Wurde per Direktlink direkt draufgeklickt und dann gekauft ohne zu vergleichen? Wird ein Produkt so unnatürlich viel nachgefragt am Anfang ohne Bewertungen... usw... Wirkt sich zusätzlich auch auf die Produktsuche bei Amazon aus.
    4) Keine verifizierten Käufe

  • #22

    J.E.B. (Freitag, 22 November 2019 12:20)

    @ NeueInfos
    Das ist weitestgehend bekannt und, wie ich denke, im Artikel auch berücksichtigt. Nach meiner Beobachtung wird das zeitweise so gehandhabt und ein paar Tage später scheint alles wieder anders zu sein. Filme auf prime fallen offenbar aus jeder Kategorie heraus.
    Anderes Thema: Die Sortierung der Produkte unter den Artikeln ist immer noch völlig schräg. Täglich fällt mir auf, dass die neueste Bewertung, mit verifiziertem Kauf, den meisten Klicks und sogar Fotos auf dem letzten Platz zu finden ist.
    Das eigentliche Ranking ist eh nur noch Chaos. Wochenlang bewegt sich nichts, dann rutscht man einen Platz hoch und am gleichen Tag sechs Plätze runter. Danach ist wochenlang wieder Stille.

    Das mit den Klicks auf Direktlinks glaube ich nicht. Viele special-Interest-Seiten bieten so etwas, Testberichte sind meist verlinkt und auch Amazon selbst ist mit Direktlinks in gesamten Web präsent.

  • #23

    Manuel (Montag, 25 November 2019 12:12)

    Ich muss mich auch mal wieder melden. Habe gerade den neuen Part der mit Glitzerprinzessin gelesen. Die Frau ist tatsächlich auf Platz 16 mit 17 Rezensionen und 135 Klicks?! Ich habe in manchen Wochen schon mehr Rezis verfasst und 135 Klicks sind bei mir eine Sache 8 bis 10 Tagen. Mein Klotz am Bein sind die 91% nützlicher Bewertungen, die dafür sorgen, dass die Top 100 eigentlich nicht mehr erreichbar sind. Da geht mein Blutdruck richtig in die Höhe!

  • #24

    Manuel (Montag, 25 November 2019 12:14)

    Ich erinnere mich, dass mal ein Typ in die Top 10 gerutscht ist, mit nur einer Rezension, aber über 3800 Klicks. Die Bewertung war völlig irre, der Typ auch und sie ist im Netz viral gegangen. das konnte man ja noch nachvollziehen, aber die Prinzessin????

  • #25

    Krankes System (Montag, 25 November 2019 16:01)

    Scheint wirklich einiges nicht zu passen... ich habe einige Rezensionen mit sehr vielen Bewertungen angepasst und z.B. ergänzt, dass auch nach vielen Jahre noch alles einwandfrei funktioniert und nun sehe ich als Dank meine Rezension ganz hinten.
    Luftreiniger 300€ - über 200 Bewertungen:
    -> Seit 2 Jahren immer Rang1 mit mittlerweile 90 Nützlich Stimmen, danach auf Rang2 ~45 Stimmen
    -> Anpassung gemacht und als Dank auf dem letzten Platz mit weiterhin 90 Stimmen, als ob da irgendwas im Hintergrund wieder auf 0 gesetzt wurde...

  • #26

    Firefly (Dienstag, 26 November 2019 11:56)

    @Manuel
    Das ist absolut richtig.So lange die negativen Klicks eingerechnet werden, kann von "fairem Wettbewerb" keine Rede sein und die neuen sind fast uneinholbar. Ich habe es für mich einmal ausgerechnet. Derzeit habe ich mit rund 10.000 HK 94% positiver Bewertungen. Würde ich meine HK auf 20.000 verdoppeln, käme ich bestenfalls auf 97%. Setze ich die übliche Rundung voraus, sind 100% für mich erst bei 160.000 Hilfreichklicks zu erreichen. Meine Klicks haben sich über 19 Jahre angesammelt. In 285 Jahren wäre es also so weit. Letzteres ist natürlich Spaß, aber ich denke es wird klar, dass es nahezu unmöglich für einen Altrezensenten ist, diesen Nachteil jemals aufzuholen.Wahrscheinlich wäre es besser, ein neues Profil anzulegen und wieder bei Null zu beginnen. Das würde immerhin Chancengleichkeit garantieren.
    @Krankes System
    Das deckt sich mit meiner Erfahrung. Ich kann nur vermuten, dass bei Amazon einige Algorithmen unterwegs sind, mit denen sich kein Mensch mehr auskennt. Die haben durchaus 25 Jahre auf dem Buckel.

  • #27

    Mr.Data (Mittwoch, 11 Dezember 2019 16:49)

    Hi, weißt du eigentlich wie häufig aktuell die Liste aktualisiert wird? Gefühlt kam da schon Wochen kein Update mehr und ich bin wegen der "Glitzerprinzessin" gespannt auf das nächste Update. Sind jetzt schon um die 100 Rezensionen und über 500 Hilfreich-Stimmen. So wie bei Amazon alles automatisch funktioniert, würde ich mich ja nicht über Rang 1 und eine Aufnahme in den Vine-Klub, mit den besten Testprodukten wundern.

    Hat jemand schon eine Rezension von der Glitzerprinzessin gesehen. Würde mich brennend interessieren.

  • #28

    Firefly (Mittwoch, 11 Dezember 2019 23:30)

    @ Mr. Data
    Irgendwo, bei Amazon, war immer zu lesen, dass das Ranking ein mal täglich aktualisiert wird. Derzeit sind wir wieder einmal in der vierten Woche, ohne jedwede Bewegung.
    Ja, auf den nächsten Hüpfer der Prinzessin bin ich auch gespannt. dass jemand bei so einem Sprung hoch motiviert ist und fleißig Rezensionen raushaut ist durchaus üblich. Ein Plus von fast 400 Klicks in 4 Wochen, bei dieser geringen Anzahl von Rezensionen ist allerdings so etwas, wie Weltrekord und es riecht stark nach Betrug. Ok, sie liegt bei 5 Klicks pro Rezi und das ist ein ziemlich schlechter Wert. Gute Rezensenten haben >10 Klicks Pro Rezension.
    Ich habe tatsächlich versucht etwas von Prinzessin zu finden. Das geht mit Google normal ganz gut. Hier bin ich allerdings gescheitert.

  • #29

    Mr.Data (Donnerstag, 12 Dezember 2019 00:20)

    Für die kurze Zeitspanne finde ich 5 Klicks pro Rezension ziemlich hoch. Normalerweise kommen die durchschnittlich 10 Klicks bei den Top Rezensenten ja nicht nur in den ersten 2-3 Wochen, sondern in 1-2 Jahren zusammen. Auf der anderen Seite habe ich auch schon für ein Smartphone nach Erscheinen mit Glück in den ersten 3 Tagen über 200 Klicks bekommen...

  • #30

    Firefly (Donnerstag, 12 Dezember 2019 11:04)

    Etwas nachdenken und ich bin darauf gekommen, wie ich Google doch noch dazu bewegen kann mir die Rezensionen der Prinzessin zu zeigen. Erst einmal sind es weitestgehend die typischen Produkte aus chinesischen Testanfragen. Darüber hinaus ist die Zahl der Klicks absolut ungewöhnlich 50-70 Klicks, innerhalb weniger Tage seit Erscheinen, bei Produkten, die ansonsten nicht wesentlich beachtet werden und für Rezensionen, die mittelmäßige Langweiligkeit ausstrahlen.

  • #31

    Mr.Data (Donnerstag, 12 Dezember 2019 11:27)

    Danke :)

    1) Eigentlich dürfte es gar nicht möglich sein innerhalb weniger Wochen überhaupt in die Top1000, geschweige denn in die Top20 zu kommen bei einem guten Ranking-System.

    2) Amazon wird wohl gar nichts unternehmen...

    Könntest du sagen, was du bei Google für die Suche eingetragen hast? Dann würde ich einfach mal Google anschreiben und mich beschweren. Bringt wahrscheinlich Null, aber wenn es mehrere machen, gibt es vielleicht eine minimale Chance. Eine komplette Überarbeitung wäre natürlich ein Traum.